Die besten Finanzierungsmöglichkeiten für Studenten im Überblick

Der Beginn eines Studiums leitet einen spannenden neuen Lebensabschnitt für viele Schulabgänger ein. Dass sich dabei allerdings nicht alles nur um die Vorbereitung auf den möglichen Traumjob, gesteigerte Selbständigkeit und das viel gefeierte Studentenleben dreht, ist klar. So stellt sich häufig die Frage nach realistischen Finanzierungsmöglichkeiten.

 

Finanzielle Unterstützung von daheim

Während Eltern in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet sind Ihren Spross auch nach Vollendung der Volljährigkeit den ersten berufsqualifizierenden Abschluss zu finanzieren, gibt es auch hier Regeln. So muss beispielsweise die festgelegte Regelstudienzeit eingehalten werden und unter Umständen können je nach Gehalt der Eltern sogar Unterhaltszahlungen greifen.

Derweil werden fast 90 Prozent aller deutschen Studierenden von ihren Eltern finanziell unterstützt. Teilweise werden Studien so zumindest teilweise auch mit dem staatlichen Kindergeld mitfinanziert. Denn in Deutschland haben Studenten auch bis zum 25. Lebensjahr noch Anspruch auf die monatliche Finanzspritze von knapp 200€.

Dennoch reichen Kindergeldbeiträge und Finanzhilfen der Eltern nicht immer aus, um alle anfallenden Kosten zu tragen. Denn gerade zu Beginn eines neuen Studiums fallen nicht unerhebliche Kosten für Wohnungsmieten, Einrichtung, Lebenshaltung, etc. an. Dennoch bedeutet dies nicht das Ende des Studientraums, denn an Finanzierungsmöglichkeiten mangelt es im Regelfall nicht.

Finanzspritze

Studentische Nebenjobs

Neben der finanziellen Unterstützung durch die Eltern, entschließen sich zahlreiche Studierende dazu ihr monatliches Einkommen mithilfe eines Nebenjobs auszubessern. Während noch vor einigen Jahren hauptsächlich nebenbei gekellnert wurde, nutzen heute viele Studierende die Chance ihre theoretischen Kenntnisse bereits während des Studiums im Rahmen eines Werkstudentenjobs zu verbessern. Wer mehr Flexibilität benötigt, kann die Haushaltskasse derweil allerdings auch über online Jobs ausbessern.

Wichtig ist hier zu beachten, dass eine monatliche Verdienstgrenze von 450€ nicht überschritten werden sollte. Andernfalls kann es nicht nur zu zusätzlichen Krankenkassenbeiträgen kommen, sondern auch BAfög wird unter Umständen gekürzt.

 

BAföG

Wer deutscher Staats- oder EU-Bürger ist, ein monatliches Einkommen von 450€ nicht überschreitet, aber von Haus aus nicht über genug Rücklagen oder Einkommen für das Studium verfügt, kann sein Studium an berufsbildenden Schulen, Hochschulen oder Universitäten mit BAföG (Berufsausbildungsförderung) finanzieren. Dabei dürfen Altersgrenzen von 30 Jahren für Grundstudien und 35 Jahren für Masterstudiengänge allerdings nicht überschritten werden.

Wie hoch die finanzielle Förderung ausfällt hängt dabei vom Individualfall ab. So fallen hier beispielsweise das Alter des Studierenden, das Gehalt der Eltern, die Notwendigkeit eines Wohnortwechsels und weitere Faktoren ins Gewicht. Grundsätzlich wird BAföG dabei zu 50 Prozent als Vollzuschuss gewährt, während weitere 50 Prozent in Form eines zinslosen Darlehens gezahlt werden. Dieses muss der Studierende ab fünf Jahren nach Ablauf der Förderung an den Staat zurückzahlen. Aktuelle BAföG Höchstsätze sehen dabei wie folgt aus:

  • Studenten bis 24 Jahre: 744€/Monat
  • Studenten bis 29 Jahre: 853€/Monat
  • Studenten ab 30 Jahre: 933€/Monat

 

Stipendien

Stipendium

Greift das BAföG nicht oder mangelt es auch sonst an Möglichkeiten das Wunschstudium zu finanzieren, gibt es immer noch die Möglichkeit, sich um ein Stipendium zu bewerben. Mit etwas Recherche und dem nötigen Aufwand für ein ansprechendes Motivationsschreiben, stehen deutschen Studierenden dann zahlreiche Optionen offen.

Und während für den Erhalt eines Stipendiums zwar gute schulische Leistungen hilfreich sind, können sich Bewerber insbesondere durch soziales Engagement und besondere fachliche Leistungen von anderen Anwärtern absetzen. Je nach Interesse, angestrebtem Studienfach und nicht zuletzt politischer Neigungen stehen Schulabgänger dann häufig vor dem schier unerschöpflichen Angebot an Stipendiengebern wie dem DAAD, Stiftungen und privaten Einrichtungen.

 

Studienkredite

Schließlich gibt es in Deutschland ebenfalls die Möglichkeit günstige Studentenkredite zu erhalten. Dabei wird das erteilte Kreditvolumen in monatlichen Beträgen ausgezahlt und zu guten Konditionen getilgt.

Hier bietet sich vor allen Dingen die Recherche nach seriösen Kreditgebern im Internet an, denn nicht jedes Finanzinstitut gewährt Studenten ohne regelmäßigem Einkommen Kredite. Darüber hinaus können sich Studierende allerdings auch direkt an den verschiedenen Hochschulen über günstige Kredite und andere Finanzierungsmöglichkeiten informieren und beraten lassen.

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