Aktionsprogramm Ruhr

Das Aktionsprogramm Ruhr war ein strukturpolitisches Maßnahmenprogramm, das von der nordrhein-westfälischen Landesregierung (Kabinett Rau I) ins Leben gerufen wurde, um die Wirtschaft in der Region zu verbessern. Es wurde Anfang der 1990er Jahre aufgelegt.

Geschichte

Das Aktionsprogramm Ruhr wurde im September 1979 den Teilnehmern der „Ruhrkonferenz“ und dem Landtag von Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Es sah eine begrenzte Sonderhilfe für die Region Ruhl aus Landes- und Bundesmitteln vor. Es war das Ergebnis einer „Ruhrkonferenz“, die im Mai 1979 in Castrop-Rauxel stattfand.

Die Abhängigkeit des Ruhrgebiets von der Kohle- und Stahlindustrie hielt an. Noch Ende der 1970er Jahre waren 37 Prozent der Beschäftigten in diesem stark subventionierten Sektor tätig. In den Jahren 1973/1974 war es zur Ölpreiskrise gekommen, die sich ab 1975 in Form eines Stahleinbruchs besonders stark auf die Stahlindustrie auswirkte.

Das Aktionsprogramm Ruhr war der erste Versuch einer regionalen Integration verschiedener Politikfelder. Es war die bis dahin bundesweit am weitesten fortgeschrittene regionalpolitische Initiative und das größte regionale Entwicklungsprogramm in der alten Bundesrepublik. Bis 1993 zeigten wissenschaftliche Evaluierungen, dass das Programm „relativ unwirksam“ geblieben war

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