Mai 2017 – 8 Jahre Fundraising-Wiki

Wer zahlt bestimmt. Oder: Die Privatisierung der Wohlfahrt/ Einleitung

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Einleitung

Meine Ausbildung bei der Fundraising-Akademie habe ich mit der zugegebener-maßen naiven Vorstellung begonnen, Spenden, Stiften, Ehrenamt und Sponsoring für steuerbefreite gemeinnützige Zwecke dienten fast zwangsläufig dem Gemein-wohl. Je intensiver ich mich mit der Materie auseinandergesetzt habe, desto stärker ist mir bewusst geworden, in welchem Maß der Nonprofit-Sektor in Deutschland vom allgemein als Globalisierung bezeichneten Veränderungsprozess betroffen ist, welch wichtige Rolle ihm dabei sogar zugewiesen wird und wie sich in ihm Macht und Einfluss manifestieren können. Aus diesem Grunde halte ich es für notwendig, Fundraising nicht nur isoliert als Technik, sondern auch im aktuellen gesamtgesell-schaftlichen Kontext zu betrachten.

So haben sich mir die Fragen aufgedrängt, inwieweit privates Engagement zum Politik-Ersatz werden darf und kann, inwieweit der Ausbau des Spendenwesens letztlich auch zum weiteren Abbau von Sozialleistungen führen kann, welchen Stellenwert Fundraising in der politischen Willensbildung spielen und inwieweit es der Verfolgung von Wirtschafts- und Einzelinteressen dienen kann. Zudem hat mich beschäftigt, welche Rolle große Stiftungen spielen können, welche Interessen hinter einerseits der zunehmenden Privatisierung der Wohlfahrt und andererseits der Förderung von Bürgerengagement stehen. Angesichts der aktuellen Diskussion um die Verarmung eines Teils der Bevölkerung ist eine weitere wichtige Frage, ob eine privatisierte oder spendenfinanzierte Wohlfahrt staatliche Hilfe ersetzen kann und worin sie sich von dieser unterscheidet.



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