Mai 2017 – 8 Jahre Fundraising-Wiki

Artikel:Soziale Arbeit - Berufe und Ausbildung

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Hinsichtlich Beruf und Ausbildung im Bereich der Sozialen Arbeit haben sich inzwischen eine große Anzahl an Studiengängen und Berufsausbildungen herausgebildet, um der Vielzahl der unterschiedlichen Berufsfelder gerecht werden zu können.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Studium

Studiert wird Soziale Arbeit vorwiegend an Fachhochschulen oder Berufsakademien, vereinzelt auch an Universitäten. Einige Fachhochschulen lehren die Disziplinen noch immer getrennt als Sozialarbeit bzw. Sozialpädagogik, oder nur eine von beiden. Die meisten Fachhochschulen bieten aber mittlerweile einen gemeinsamen Studiengang an. In einigen Bundesländern muss man sich während des Hauptstudiums für einen der beiden Abschlüsse entscheiden, in anderen erhält man den Doppeltitel „Diplom-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin“ bzw. „Diplom-Sozialpädagoge/Sozialarbeiter“. Viele Fachhochschulen, die beide Studiengänge anbieten, nennen sich übergreifend „(Fach-)Hochschule für Soziale Arbeit“ oder „(Fach-)Hochschule für Sozialwesen“, wobei mit Sozialwesen nicht der Forschungsgegenstand bezeichnet wird, sondern das Fachgebiet und den Verortung der Sozialen Arbeit.

An einigen, meist kirchlichen Fachhochschulen, wird außerdem der Studiengang „Diplom-Heilpädagogin bzw. Diplom-Heilpädagoge“ angeboten. Dieser ist Teil der Erziehungswissenschaften. Hier liegt der Studienschwerpunkt auf Kenntnissen im Umgang mit geistig behinderten Menschen sowie bei Entwicklungsstörungen bzw. -verzögerungen.

Die bisherigen Diplomabschlüsse werden nunmehr zunehmend auf den Bachelor- und Masterabschluss umgestellt. Der Bachelor-Abschluss berechtigt dabei - wie das FH-Diplom - dazu, im gehobenen Dienst respektive in höheren Positionen tätig zu sein. Ein Master-Abschluss qualifiziert für admistrative leitende Funktionen, Forschung und Promotion. Für die Aufnahme eines Masterstudiengangs ist ein Bachelor oder ein Diplomabschluss (FH) in Sozialer Arbeit Voraussetzung. Es gibt auch konsekutive Masterstudiengänge in Sozialer Arbeit.

Teilgebiete des Studiums

Folgende Teilgebiete sind je nach Ausbildungsstätte mehr oder weniger wichtige Bestandteile des Studiums:

  1. Theorien der Sozialarbeit
  2. Didaktik und Methodik der Sozialen Arbeit,
  3. internationale und interkulturelle SoA(siehe oben),
  4. Geschichte der Sozialen Arbeit(Sozialgeschichte, Geschichte des Sozial- und Gesundheitswesen)
  5. Erziehungswissenschaft/Pädagogik/Spielpädagogik/Heilpädagogik
  6. soziale Kulturarbeit (Ästhetische Bildung, Medienpädagogik, Theaterpädagogik)
  7. Psychologie, Sozialmedizin, Gesundheitsförderung
  8. Soziologie (Soziologische Aspekte Sozialer Arbeit)
  9. Betriebliche Sozialarbeit, Erwachsenenbildung
  10. Klinische Sozialarbeit
  11. Gerontologie (innerhalb dieser besonders die Geragogik und die soziale Gerontologie)
  12. Organisationslehre und/oder Verwaltung und Organisation
  13. Konzeptformen wie Sozialmanagement, Projektmanagement, Wissensmanagement und Fallmanagement|Casemanagement
  14. Werte und Normen (behandelt Themen der Ethik bzw. Theologie)
  15. Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Soziokultur und Gemeinwesenarbeit, Sozialinformatik
  16. fachsprachlicher Fremdsprachenunterricht

Der Lehrkanon verändert sich gerade durch die Einführung der Bachelormodule zu einem mehr sozialarbeitswissenschaftlichen Lehrbereichskanon, in dem andere Wissenschaftsgebiete (früher klassisch: Pädagogik, Soziologie, Jura, Medizin und Psychologie) nun mit der besonderen sozialarbeiterischen Perspektive betrachtet werden.

[Bearbeiten] Beruf

[Bearbeiten] Klassische Berufsfelder

  • Allgemeiner Sozialer Dienst
  • Altenpflege/ Altenarbeit
  • Arbeit mit Asylbewerbern und Flüchtlingshilfe
  • Betriebliche Sozialarbeit/ Betriebssozialpädagogik
  • Beratung und Therapie bei Abhängigkeitserkrankungen
  • Berufsbetreuer für die Betreuung von Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen
  • Bewährungshilfe
  • Bildung und Beruf/ Jugendberufshilfe
  • Behindertenhilfe
  • Coaching
  • Erlebnispädagogik
  • Erwachsenenbildung
  • Familienberatung
  • Familienarbeit
  • Freizeitpädagogik
  • Frühförderung
  • Gemeinwesenarbeit
  • Hilfen zur Erziehung
    • Erziehungsberatung
    • Soziale Gruppenarbeit
    • Erziehungsbeistand und Betreuungshelfer
    • Erziehung in einer Tagesgruppe
    • Vollzeitpflege
    • Heimerziehung und Betreutes Wohnen
    • Intensive Einzelbetreuung
  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Jugendgerichtshilfe
  • Jugendaustausch/ internationale Jugendarbeit
  • Schuldnerberatung
  • Schullaufbahnberatung
  • Schulsozialarbeit
  • Sonderpädagogik
  • Sexualpädagogik
  • Schwangerschaftskonfliktberatung
  • Supervision
  • Soziale Dienste der Justiz
  • Soziale Dienste in Werkstätten für behinderte Menschen
  • Sozialpsychiatrischer Dienst
  • Soziokulturelle Animation
  • Streetwork
  • Therapeutisch orientierte Arbeit
  • Verkehrspädagogik
  • Sozialverwaltung
  • Vorschulerziehung
  • Klinische Sozialarbeit
  • Wohnungslosenhilfe

Des Weiteren ist man in Deutschland mit einem Hochschulabschluss auf dem Gebiet der Sozialen Arbeit dazu berechtigt, eine Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin bzw. zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zu absolvieren.

Häufig haben Sozialarbeitende auch spezielle psychotherapeutische Zusatzausbildungen, die für die Arbeit mit an einem Abhängigkeitssyndrom erkrankten Menschen qualifiziert.

[Bearbeiten] Frühere Berufsbezeichnungen

Fürsorger/in ist heute keine gebräuchliche Berufsbezeichnung mehr. Ab den 1960er Jahren wurde in Westdeutschland die Berufsbezeichnung durch die heute übliche ersetzt, in der DDR existierte sie bis zum Übergang in die Bundesrepublik.

Die Arbeit der Fürsorger/innen stellte die Aufgaben des Jugendamtes (und auch Gesundheitsamtes) dar, zu diesem Zeitpunkt insbesondere mit dem Schwerpunkt der hoheitlichen Aufgaben des „staatlichen Wächteramtes“, so wie es im Grundgesetz (GG) benannt wurde. Heute ist die Berufsbezeichnung Sozialarbeiter/in im allgemeinen Sozialdienst (ASD) des Jugendamtes. Die Arbeit stützt sich auf das KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz) sowie auf das BGB (Bürgerliches) Gesetzbuch, darüber hinaus auf das Strafrecht und das Jugendstrafrecht. Als Tätigkeitsschwerpunkte von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern im ASD seien hier nur kurz genannt: Jugendgerichtshilfe, Elterliche Sorge bei Trennung und Scheidung, Hilfen (Betreuung) für Multiproblemfamilien, Schutz des Kindeswohles und Eingreifen bei Gefährdungen des Kindeswohls (Herausnahme) sowie das Anfertigen gutachterliche Stellungnahmen für das Familiengericht und das Begleiten familiengerichtlicher Verfahren. Das Ausüben dieser Tätigkeit setzt eine schnelle Auffassungsgabe, sichere Rechtskenntnisse, Krisenfestigkeit, hohe psychische Belastbarkeit, sowie eine gute Delegierungsfähigkeit voraus, denn Sozialarbeiter/innen im ASD müssen Situationen schnell erkennen, einordnen (auch rechtlich mit allen Gesetzeskollisionen) begreifen und Hilfen anregen können, welche höchstens in der Anfangsphase noch koordinierend begleitet werden, dann aber durch das eingesetzte Hilfesystem ausgeführt werden, wobei die (auch strafrechtliche) Verantwortung für die Maßnahmen hierbei vollständig bei den Sozialarbeitenden des ASD liegt. Sie müssen kontrollieren und ggf. neu handeln. Darüber hinaus ist eine gute Kooperationsfähigkeit mit den unterschiedlichsten Fachdisziplinen (eigene Berufsgruppe, Polizei, Gericht, Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen, Psychiater/innen, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte etc.) erforderlich. Vom Typ her dürfen Sozialarbeiter/innen des ASD nicht ängstlich oder unklar sein. Ohne einen gefestigten Charakter ist eine solche Arbeit nicht möglich, denn in der Regel sind sie allein in sozial randständigen Gebieten und mit entsprechenden Familien tätig.

[Bearbeiten] Österreich

In Österreich sind Sozialarbeit und Sozialpädagogik in der Ausbildung getrennt. Im Laufe der Geschichte haben beide Berufsgruppen gewisse Bereiche für sich beansprucht, und so können i. d. R. beispielsweise Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen nicht am Jugendamt tätig werden und Sozialarbeiter/innen nicht in der stationären Jugendwohlfahrt. Generell gibt es jedoch eine starke Überlappung in den Handlungsfeldern.

Die Ausbildungen für Sozialarbeit sind als Studiengänge an Fachhochschulen organisiert, z. B. an der Fachhochschule Salzburg. Die Ausbildung schließt mit Magister (FH), und nach der Umstellung im Zuge des Bologna-Prozesses mit Bachelor oder Master ab.

Die Ausbildung für Sozialpädagogik ist als 5-jährige sekundäre Ausbildung und als Kolleg organisiert. Standorte sind Baden, St. Pölten, Stams, Linz, Graz und Wien.

In Graz wird zudem ein eigener Magistra bzw. Magisterstudiengang für Sozialpädagogik an der Karl-Franzens-Universität angeboten.

Anders als in Deutschland wird in Österreich „Soziale Arbeit“ in Form des „sozialen Lernens“ auch an Schulen und für jede Altersstufe ausgeübt. Österreichs Schulsystem unterscheidet sich stark vom deutschen; die Anwendung erfolgt meist unter Einbeziehung des sogenannten Autonomen und Offenen Lernens.



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