Artikel:Twitter

Aus Fundraising-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Anfangs hieß Twitter „Twttr“. Das Foto zeigt die ersten Notizen und Ideen vom Erfinder Jack Dorsey von März 2006.

Twitter gilt als die erfolgreichste Anwendung von Mikroblogging und bezeichnet das Publizieren von Kurznachrichten (meist unter 200 Zeichen). Es wird auch als soziales Netzwerk oder ein meist öffentlich einsehbares Tagebuch im Internet definiert.

Twitter wurde im März 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt und gewann 2007 den South by Southwest Web Award in der Kategorie Blogs.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Funktionen

Angemeldete Benutzer können eigene Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen eingeben. Diese Textnachrichten werden allen Benutzern angezeigt, die diesem Benutzer folgen. Der Herausgeber der Nachricht steht auf der Webseite des Dienstes mit einer Abbildung als alleiniger Autor über seinem Inhalt. Die Beiträge sind häufig in der Ich-Perspektive geschrieben. Das Mikro-Blog bildet ein für Autor und Leser einfach zu handhabendes Echtzeit-Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen. Kommentare oder Diskussionen der Leser zu einem Beitrag sind möglich. Damit kann das Medium sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen. Die Tätigkeit des Schreibens auf Twitter wird umgangssprachlich als „twittern“ bezeichnet.

Die Beiträge auf Twitter werden als „Tweets“ (engl. to tweet für zwitschern) oder „Updates“ bezeichnet. Das referenzierte Wiederholen eines Beitrages einer anderen Person, um beispielsweise eine Eilmeldung im Netzwerk schnell weiterzuverbreiten, wird als „ReTweet“ bezeichnet. Das soziale Netzwerk beruht darauf, dass man die Nachrichten anderer Benutzer abonnieren kann. Autoren werden als „Twitterer“, seltener als „Tweeps“ bezeichnet; Leser, die die Beiträge eines Autoren abonniert haben, werden als „Follower“ ( engl. to follow für folgen) bezeichnet. Die Beiträge der Personen, denen man folgt, werden in einem Log, einer abwärts chronologisch sortierten Liste von Einträgen dargestellt. Der Absender kann entscheiden, ob er seine Nachrichten allen zur Verfügung stellen oder den Zugang auf eine Freundesgruppe beschränken will.

Über eine Programmierschnittstelle (API) stellen Komplementoren die über Twitter veröffentlichten Nachrichten zur Verfügung, so dass die Updates auf verschiedenen Kanälen von vielen Diensten abgerufen und von dort auch wieder eingespeist werden können. Dem Benutzer stehen unter anderem Kommunikationsstrukturen wie Short Message Service (SMS) (nur USA, Kanada und Indien)[1] oder einfache Eingabehilfen über die Twitter-Website (RSS) oder Anwendungsprogrammen der Arbeitsfläche zur Verfügung.

Am 8. Januar 2010 hat die American Dialect Society den Begriff tweet zum Word of the Year 2009 gewählt.

[Bearbeiten] Technologie

Twitter setzt Ruby on Rails für die Erzeugung von Webseiten ein. Ursprünglich war auch die kritische Infrastruktur des Backends mit Ruby on Rails geschrieben. Diese musste jedoch aufgrund von Skalierungsproblemen neu geschrieben werden, was in der Programmiersprache |Scala erfolgte.[2]

[Bearbeiten] Komplementoren

Die Twitter-API erlaubt die Integration von Twitter in andere Web Services und Anwendungen.[3] Twitter kann neben spezialisierten Clients wie Seesmic Desktop auch in verschiedenen anderen Programmen verwendet werden, beispielsweise im Kundenbeziehungsmanagement Dienst Salesforce.com, den Instant-Messaging-Client Diensten Adium, Digsby oder im Flock Browser. T-Mobile USA hat in sein „Sidekick“ Mobiltelefon neben Facebook auch Twitter integriert.

Mittels Erweiterungen lassen sich zusätzliche Informationen über den Absender und die Empfängergruppe anzeigen, wie etwa den jeweiligen Standort auf dem Kartendienst Google Maps.

Mit spezialisierten Clients, wie TweetDeck lassen sich Nachrichten übersichtlicher darstellen. So kann auch bei mehreren Twitter-Accounts die Übersicht behalten werden.[4]

[Bearbeiten] Sicherheit

Die erste Sicherheitslücke bei Twitter wurde am 7. April 2007 von Nitesh Dhanjani gemeldet. Das Problem entstand dadurch, dass Twitter die Absenderangabe einer SMS als Authentifizierung für ein Benutzerkonto nutzte. Nitesh verwendete fakemytext.com um eine SMS zu manipulieren, woraufhin Twitter die Nachricht im Namen des Opfers verbreitete. Diese Sicherheitslücke kann nur ausgenutzt werden, wenn die Telefonnummer des Opfers bekannt ist.[5] Wenige Wochen nach dieser Entdeckung führte Twitter eine optionale PIN ein, um SMS authentifizieren zu können. Am 20. März 2009 wurde eine weitere Sicherheitslücke entdeckt, nachdem Twitter kurz zuvor ein Problem mit fälschbaren SMS-Updates zumindest provisorisch hatte lösen können.[6] Bei der neuen Lücke handelt es sich um eine Cross-Site-Scripting-Lücke, die prinzipiell sogar ein Wurm ausnutzen könnte.

[Bearbeiten] Ausfallzeiten

Twitter war 2007 ungefähr zu 98 Prozent erreichbar, das heißt, es war etwa sieben volle Tage nicht erreichbar.[7][8] Twitters Ausfallzeiten fielen insbesondere während gut besuchter Veranstaltungen der Technologie-Industrie auf, wie der 2008er Macworld-Conference-&-Expo-Eröffnungsansprache.[9][10] Wenn Twitter abstürzt, sehen die Benutzer als Fehlermeldung den „Ausfall-Wal“ (engl. fail whale}}) – eine Karikatur von roten Vögeln, die einen Weißwal aus dem Ozean hieven.[11]

Im Mai 2008 hat Twitters neues Entwicklungsteam die notwendigen Architekturänderungen implementiert, um dem Wachstum gerecht zu werden. Stabilitätsprobleme führten zu Ausfallzeiten oder zum zeitweisen Entfernen von Funktionen.

Im August 2008 zog Twitter die freien SMS-Dienste für den größten Teil der Welt zurück.[12]

Seit September 2008 ist die Unterstützung von Instant Messaging „zeitweilig nicht verfügbar“.[13] Wann diese Funktion wieder bereitgestellt wird ist unklar.[14]

[Bearbeiten] Nutzung und Verbreitung

Laut einer Nutzerstatistik des Marktforschungsunternehmens Nielsen hatte Twitter im Juni 2009 in Deutschland 1,8 Millionen Nettonutzer (Unique Audience).[15] Damit habe sich die Nutzerzahl von Twitter in Deutschland laut dieser Nielsen-Studie von April 2009 bis Juni 2009 fast verdoppelt. Allerdings zeigt die „Loyalitätsanalyse“ von Nielsen, dass lediglich „35,7 Prozent der Nutzer des Vormonats im Juni erneut Twitter besucht haben.“ Die Studie fand weiterhin heraus, dass der Großteil der Twitter-Nutzer im Juni 2009 nur einmal (71,1 Prozent) und nur 14,8 Prozent der Nutzer mindestens drei Mal auf der Webseite waren. Und nur 6,5 Prozent der Twitter-Nutzer hätten im Juni 2009 mehr als 30 Minuten auf der Seite verbracht. Das Fazit von Nielsen zum Nutzerverhalten der Twitter-Nutzer aus dieser Studie lautet: „Auf der einen Seite steht das enorme Interesse und der Zuwachs der Nutzerzahlen. Auf der anderen Seite statteten die Nutzer Twitter nur wenige Besuche ab und viele Nutzer des Vormonats sind nicht wieder zurückgekehrt.“[16]

Demographische Informationen über die Twitter-Nutzer: Laut einer Online-Twitterumfrage vom März 2009, in der 2779 brauchbare Datensätze ausgewertet wurden, war das Durchschnittsalter der deutschen Twitter-Nutzer 32 Jahre, 74 Prozent der Nutzer waren männlich und 78 Prozent hatten Abitur. Laut dieser Umfrage würden zudem zwei von drei Twitter-Nutzern selbst einen eigenen Blog betreiben und unter anderem über Technik, Web-2.0-Themen oder Privates schreiben. 50 Prozent der Nutzer würden aus der Medien- oder Marketingbranche stammen und jeder Vierte sei Führungskraft oder Unternehmer.[17]

Twitter-Nutzer geben in ihren Beiträgen üblicherweise Links als Kurz-URLs an, um Zeichen zu sparen.

Auf twitter.com selbst erfolgt das Schreiben der Beiträge über das Eingabefenster und ist auf 140 Zeichen beschränkt. Zahlreiche Drittanbieter ermöglichen das Twittern über Desktop-Applikationen, Mobiltelefon oder Mail. Auch Beiträge mit mehr als 140 Zeichen sind so möglich; der restliche Text wird über einen weiterführenden Link angezeigt. Auch Bilder können über Drittanbieter in die Beiträge eingebunden und mit Bildunterschriften versehen werden.

[Bearbeiten] Twitterwall

Bei Veranstaltungen kann ein so genannter Twitterwall eingesetzt werden - eine „Wand“ mit Tweets zu einem vorher bestimmten einheitlichen Hashtag.

[Bearbeiten] Hashtag

Ein Hashtag ist ein Schlagwort in Form eines Tags, welches insbesondere bei Twitter Verwendung findet. Die Bezeichnung stammt vom Rautenzeichen „#“ (engl. „hash“, dt. „Raute“), mit dem ein solcher Tag eingeleitet und durch ein Leerzeichen beendet wird. Beispiel: „#hashtag “.

Im Gegensatz zu anderen Tag-Konzepten werden Hashtags direkt in die eigentliche Nachricht eingefügt; jedes Wort, vor dem ein Rautenzeichen steht, wird als Tag verwendet.

Hashtags wurden im August 2007 von Chris Messina (FactoryJoe) vorgeschlagen. Seitdem Twitter selbst eine Suchfunktion anbietet, ist der Nutzen von Hashtags umstritten[18], jedoch ist eine höhere Qualität bei expliziter Verwendung des Hash-Zeichens anzunehmen als bei automatischer Suche. Alternative Twitter-Clients verlinken Hashtags automatisch auf eine entsprechende Trefferliste.

Durch eine Analyse der Hashtags kann festgestellt werden, welche Twitter-Themen besonders beliebt sind.[19] Diese werden in den Trending Topics auf der Startseite angezeigt.

Hashtags sind auch zum Teil eine ironische Form des Kommentierens eines Tweets, indem man ihn in einen Zusammenhang stellt, der unerwartet ist und als Einordnung dem Tweet eine neue Konnotation beigibt.

[Bearbeiten] Nutzung durch öffentliche Institutionen und Gruppen

Die Zwecke, für die Twitter über die individuelle Kommunikation hinaus genutzt wird, sind vielfältig. Öffentliche Einrichtungen stellen Informationen bereit; z. B. unterhält die US-Weltraumbehörde NASA Twitter-Feeds zu diversen Projekten; es wurden auch Feeds vom Weltraum aus bedient.[20][21] Das Los Angeles Fire Department verwendete den Service zur Informationsverbreitung während der Waldbrände in Südkalifornien 2007.[22][23]

Einzelne Universitäten verteilen Informationen an ihre Studenten und nutzen Twitter zur Lehrevaluation.[24][25]

Auch Wissenschaftler nutzen Twitter während Konferenzen um abwesende Kollegen zu informieren.[26][27]

[Bearbeiten] Nutzung in der Privatwirtschaft

Unternehmen nutzen Twitter, um Produktinformationen bereitzustellen und mit ihren Kunden zu kommunizieren. Das Mikro-Blogging dient dabei auch als Marketing- und Marktforschungsinstrument zur Produkt- und Unternehmensentwicklung.[28]

[Bearbeiten] Nutzung durch Massenmedien

Nachrichtenagenturen sowie renommierte Medien wie die British Broadcasting Corporation (BBC) haben ebenfalls begonnen, Twitter zu benutzen. Durch seinen Kurznachrichten-Charakter sind Hinweise auf aktuelle Ereignisse bei Twitter oft sogar schneller zu finden, als redaktionell bearbeitete Medien dies leisten könnten. Beispiele sind die Notwasserung von US-Airways-Flug 1549 oder der Amoklauf von Winnenden. An letzterem zeigte sich jedoch auch, dass die Unmittelbarkeit der Nachrichtenübertragung per Twitter dazu führen kann, dass unüberprüfbare Falschmeldungen und Gerüchte multipliziert werden.[29]

Google News hat bestimmten Twitter-Benutzern dieselbe News-Priorität wie kleineren Zeitungen zugeteilt und deren „Updates“ erscheinen gelegentlich auf der amerikanischen Version von Google News. Auch Technorati durchsucht die aktuellen Einträge nach Auswertbarem.

[Bearbeiten] Nutzung in der Politik

Im politischen Raum wird Twitter ebenso eingesetzt; so hatte z. B. das Wahlkampfteam von Barack Obama im Jahre 2008 alle Helfergruppen mit Kurznachrichten „online“. So kommunizierten die Wahlkampfteams des US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama per Twitter.[30] Auf dem Parteikonvent 2008 der Demokraten kam Twitter verstärkt zum Einsatz.

Politische Aktivisten koordinierten Straßenproteste gegen einen Parteitag der US-Republikaner in Minneapolis/St. Paul.[31]

Im Rahmen der Wahlen im Iran 2009 erwies sich Twitter als wichtiges Instrument der Opposition. So konnten Anhänger von Hussein Mussawi trotz Internet-Zensur der iranischen Regierung Informationen weltweit verbreiten, die Sender wie die ARD, das ZDF oder verstärkt der US-Sender CNN ihrerseits für Berichte nutzten. Es wurde jedoch kritisiert, dass Nachrichtendienste zunehmend die Berichterstattung via Twitter beeinflussen wollten.[32]

[Bearbeiten] Nutzung in der Politik in Deutschland

Anlässlich der Bundesversammlung 2009 wurden verschiedene Textnachrichtendienste genutzt, um vorab das Ergebnis der Wahl des Bundespräsidenten zu streuen. So wurden bereits ab 14:00 Uhr SMS mit dem Auszählungsergebnis versendet, um 14:15 Uhr twitterte dann der SPD-Abgeordnete Ulrich Kelber das Ergebnis. Gegen 14:18 Uhr veröffentlichte die CDU-Abgeordnete Julia Klöckner, die überdies in der Stimmauszählungskommission saß, das Resultat der Wahl.

Die frühzeitige Bekanntgabe des Wahlergebnisses über Twitter führte zu heftigen Diskussionen in Kreisen des Bundestages.[33] Die SPD verlangt deshalb, im Bundestag die Einrichtung von Störsendern zu prüfen.[34]

Auch bei Wahlen für die Landtage Saarland, Sachsen und Thüringen gelangten Wahlprognosen vor der Schließung der Wahllokale mittels Twitter an die Öffentlichkeit. Die veröffentlichten Zahlen unterschieden sich nicht maßgeblich von denen, die um 18 Uhr in der ARD und im ZDF veröffentlicht wurden. Durch diesen Sachverhalt entsteht die Diskussion um eine mögliche Beeinflussung und entsprechende Ungültigkeit der Wahlen.[35]

[Bearbeiten] Wahlkampf in Deutschland

Der ehemalige Generalsekretär der SPD, Hubertus Heil, hatte als Gast auf dem Kongress der US-Demokraten die Twitter-Technik kennengelernt und für die SPD-Gremien und die Fraktion nutzbar gemacht.

Der erste Wahlkampf in Deutschland, in dem Twitter seinen Einsatz fand, war die hessische Landtagswahl 2009, in der alle großen Parteien eigene Twitter-Seiten hatten, etwa die CDU mit einem Internet-Blog sowie der SPD-Spitzenkandidat mit einem personalisierten Twitter-Account.[36][37]

[Bearbeiten] Politiker

In der CDU twittern neben einigen Bundestagsabgeordneten beispielsweise der Fraktions- und Landesvorsitzende in Niedersachsen, David McAllister.[38] Von den Spitzengrünen twittert Volker Beck, der allerdings die Spezifität des Mikro-Bloggings als Kommentarmöglichkeit versteht. Er wird laut FAS „in der sog. Internetgemeinde allseits als sachverständigster Twitterer gelobt. Verzichtet völlig auf private Anekdoten und glaubt offensichtlich tatsächlich an den Dialog mit seinen Anhängern.“[39] Auch der ehemalige Parteivorsitzende Reinhard Bütikofer hat nach anfänglicher Skepsis Twitter als intensiven Kommunikations- und Dialogkanal entdeckt.[40] Halina Wawzyniak, die stellvertretende Parteivorsitzende der Linken, twittert seit Januar 2009. Inzwischen setzt auch die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag diese Kommunikationstechnik ein, um auf ihre Pressemitteilungen aufmerksam zu machen.[41] Die Bundespartei und einige Landesverbände der Grünen twittern und berichten dabei über ihre Parteitage und Veranstaltungen.[42][43][44]

[Bearbeiten] Wahlforschung

Aufgrund der Diskussion über den Obama-Wahlkampf versuchen auch Medien-Institute, im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes 2009 auf sich aufmerksam zu machen. So hat eine Studie von Nielsen Media Research[45] die Fake-Accounts und tote Accounts für voll genommen und danach die Twitter-Power der Parteien bewertet.[46]

Durch die Auswertung von Hashtags kann ein politisches Stimmungsbild der Benutzer von Twitter wiedergegeben werden.[47][48]

[Bearbeiten] Nutzung im Kulturbereich

Auch Museen, Theater, Orchester und soziokulturelle Zentren nutzen immer häufiger aktiv Twitter. In einer im Herbst 2009 durchgeführten Umfrage[49] unter Twitter-Usern, die im Kulturbereich tätig sind, meinten 84%, dass Kultureinrichtungen Twitter erfolgreich für Marketing und Werbung einsetzen können, jedoch nur 45%, dass Twitter verstärkt Teil des Kulturschaffens werden sollte, also z. B. in Form einer Twitter-Oper (wie in der Londoner Royal Opera aufgeführt). Als Hauptgründe für die Twitter-Nutzung wurde angegeben, dass man durch Twitter kulturelle Ereignisse besser informiert ist und neue Kontakte zu Kulturschaffenden gewonnen hat. Über 40% der Befragten gaben an, dass zur Pflege ihrer kulturellen Interessen Twitter unverzichtbar geworden ist.

[Bearbeiten] Missbrauch und Spamming

Twitter kann für Spamming missbraucht werden. Darunter fallen u.a. die Publikation einer großen Anzahl von Links sowie das Folgen von Tweets unbekannter Personen mit dem Zweck, dass diese auch den Tweets des Spammers folgen (Aggressive Following).[50] Auch die Trending Topics werden von Spammern missbraucht, indem sie ihre Meldungen automatisch mit Begriffen aus den aktuellen Trending Topics versehen[51].

[Bearbeiten] Mutmaßungen über psychologische Effekte

Die Psychologin Tracy Alloway von der University of Stirling in Schottland stellte September 2009 die These auf, das soziale Netzwerk Facebook mache seine Nutzer klüger, der Mikroblogging-Dienst Twitter hingegen dümmer.[52] Während Facebook das Arbeitsgedächtnis erweitere und deshalb auch die Intelligenz fördere, bewirke Twitter das Gegenteil. Die These wurde nie durch Studien bestätigt.

Medienberichte, nach denen Forscher der University of Southern California einen Verfall von Moral und Empathie der Nutzer von Twitter und Facebook festgestellt hätten, stellten sich als falsch heraus.[53][54]

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Deutschsprachige Literatur

  • Tim O’Reilly, Sarah Milstein: (10/2009) Das Twitter-Buch – O'Reilly Media ISBN 978-3-89721-942-7
  • Stefan Ziegler: (04/2009) TwitterSweet: 140 Zeichen für den Geschäftsalltag – Books on Demand ISBN 978-3-8370-3781-4
  • Nicole Simon, Nikolaus Bernhardt: (01/2010) Twitter – Mit 140 Zeichen zum Web 2.0 - 2. Aufl. – open source PRESS ISBN 978-3-937514-98-7
  • Stefan Berns, Dirk Henningsen: (10/2009) Der Twitter Faktor – Kommunikation auf den Punkt gebracht! – Business Village ISBN 978-3-86980-000-4
  • Wolfgang Hünnekens: (09/2009) Die Ich-Sender: Das Social Media-Prinzip – Twitter, Facebook & Communitys erfolgreich einsetzen – Business Village ISBN 978-3-86980-005-9

[Bearbeiten] Englischsprachige Literatur

  • Shel Israel: (09/2009) Twitterville: How Businesses Can Thrive in the New Global Neighborhoods – Portfolio ISBN 978-1-59184-279-8
  • Tim O’Reilly, Sarah Milstein: (05/2009) The Twitter Book – O'Reilly Media ISBN 978-0-596-80281-3
  • Kevin Makice: (04/2009) Programming Twitter: Learn How to Build Applications with the Twitter API – O'Reilly Media ISBN 978-0-596-15461-5
  • Joel Comm, Anthony Robbins, Ken Burge: (03/2009) Twitter Power: How to Dominate Your Market One Tweet at a Time – John Wiley & Sons ISBN 978-0-470-45842-6
  • Julio Ojeda-Zapata: (11/2008) Twitter Means Business: How Microblogging Can Help or Hurt Your Company – Happy About ISBN 978-1-60005-118-0
  • Deborah Micek, Warren Whitlock: (10/2008) Twitter Revolution: How Social Media and Mobile Marketing Is Changing the Way We Do Business & Market Online – Xeno Press ISBN 978-1-934275-07-8

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Video-Berichte

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Im August 2008 hat Twitter den Versand von SMS-Kurznachrichten außerhalb der USA, Kanadas und Indiens eingestellt. Pressemitteilung zur Einstellung des SMS-Versandes
  2. Venners, Bill (3. April 2009). Twitter on Scala (Englisch). Artima, Inc.. Abgerufen am 17. April 2009.
  3. Twitter API Dokumentation (Englisch). Twitter. Abgerufen am 8. Mai 2008.
  4. Mit TweetDeck den Überblick bei Twitter behalten (Deutsch). DatenSchaetze. Abgerufen am 24. November 2009.
  5. Nitesh Dhanjani (7. April 2007). Twitter and Jott Vulnerable to SMS and Caller ID Spoofing (Englisch). Abgerufen am 7. Mai 2008.
  6. Twitter schließt eine Lücke und die nächste taucht auf (Deutsch) (20. März 2009).
  7. Caverly, Doug (20. Dezember 2007). Twitter Downtime Revealed, Ridiculed (Englisch). WebProNews. Abgerufen am 7. Mai 2008.
  8. Schonfeld, Erick (20. Dezember 2007). Twitter Downtime On the Upswing (Englisch). TechCrunch. Abgerufen am 7. Mai 2008.
  9. Dorsey, Jack (15. Januar 2008). MacWorld. Twitter. Abgerufen am 7. Mai 2008.
  10. Kuramoto, Jake (15. Januar 2008). MacWorld Brings Twitter to its Knees (Englisch). Oracle AppsLab. Abgerufen am 7. Mai 2008.
  11. Whyte, Murray. (June 1, 2008) Toronto Star Tweet, tweet there's been an earthquake 1. Juni 2008
  12. Stride, Jake (14. August 2008). A World without Twitter SMS (Englisch). Barking. the Senokian blog. Abgerufen am 15. August 2008.
  13. Dorsey, Jack (05 2008). Twitter IM down May 23rd-May24th (Englisch). Get Satisfaction. Abgerufen am 29. Juli 2008.
  14. IM: Not coming soon (Englisch). Twitter. Abgerufen am 22. Januar 2009.
  15. Nielsen Nutzerstatistik von Twitter im Juni 2009
  16. Nielsen Online (4. August 2009). Das Phänomen Twitter: Nielsen ermittelt Verdopplung der Nutzerzahlen in Deutschland seit April (Deutsch).
  17. deutsche Twitterumfrage 2.0, Autor: Thomas Pfeiffer, Webevangelist, März 2009
  18. http://mattbrowne.com/the-death-of-on-twitter
  19. http://www.twitter-trends.de
  20. Tariq Malik (11. Mai 2009). NASA astronaut trains and tweets for journey. MSNBC. Abgerufen am 25. Mai 2009.
  21. Bates, Claire (13. Mai 2009). Hubble astronaut sends first ever Twitter message from space to say he is 'enjoying the view'. Daily Mail. Abgerufen am 14. Mai 2009.
  22. Madrigal, Alexis (19. Juni 2008). Mars Phoenix Tweets: „We Have ICE!“ (Englisch). Wired News. Abgerufen am 1. Juni 2008.
  23. Spiegel Online: Live-Berichte aus dem Orbit – „Hubble“-Reparatur wird Web-Ereignis
  24. Christoph Burger; Stefan Stieger (18. Februar 2009). Using Web 2.0 application Twitter for formative course evaluation: a case study. (Englisch). 1st Mobile phone conference, London (UK). Abgerufen am 18. Februar 2009.
  25. Christoph Burger; Stefan Stieger (8. April 2009). Let's go formative: Continuous student ratings with Web 2.0 application Twitter. GOR09. Abgerufen am 7. Januar 2009.
  26. Wolfgang Reinhardt; Martin Ebner, Günter Beham, Cristina Costa (5. Juni 2009). How People are using Twitter during Conferences. Graz University of Technology. Abgerufen am 8. März 2010.
  27. 7 Things You Should Know About Backchannel Communication. Educause (9. Februar 2010). Abgerufen am 9. März 2010.
  28. Mardesich, Jodi (2008). Business Uses for Twitter (Englisch). inc.technology.com. Abgerufen am 17. November 2008.
  29. Mitteldeutsche Zeitung, 12. März 2009
  30. Barack Obama (7. Mai 2008). Twitter / BarackObama. Twitter. Abgerufen am 7. Mai 2008.
  31. Twin Cities IMC (21. September 2008). Organizing Resistance. Twin Cities IMC. Abgerufen am 21. September 2008.
  32. Christian Stöcker (16. Juni 2009). Propagandakrieg um Twitter. Spiegel Online. Abgerufen am 17. Juni 2009.
  33. Süddeutsche Zeitung: Das Zwitschern der Weinkönigin 26. Mai 2009
  34. Spiegel 29. Mai 2009 Twitter-Ärger im Reichstag – SPD prüft Einrichtung von Handy-Störsendern
  35. Zeit 31. August 2009 Landtagswahlen: Wahlprognosen auf Twitter ausgeplaudert
  36. Wahlkampf-Twitter der CDU Hessen
  37. SPD-Sitzenkandidat bei Twitter
  38. Niedersachsens CDU-Chef bei Twitter
  39. [Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Harald Staun: 140 Zeichen heiße Luft FAS 17. Mai 2009]
  40. Twitter-Account von Reinhard Bütikofer
  41. Viralmythen: Volker Beck, Hubertus Heil und die FDP – die Politik entdeckt die Macht des Mikrobloggens
  42. Henning Schürig: Bundestags-Listenaufstellung live auf Twitter
  43. Der Westen: Politgetwitter Liste der politischen Twitter-accounts.
  44. Twitter kommt: Was zwitscherst Du gerade? Oberhessische Presse 13. November 2008
  45. Trost, Silke (11. Februar 2009). Twitter als Sprachrohr von Bundestagsabgeordneten. Marketing Börse. Abgerufen am 20. August 2009.
  46. Beckedahl, Markus (11. Februar 2009). 68 twitternde Bundestagsabgeordnete?. Netzpolitik.org. Abgerufen am 20. August 2009.
  47. wahlgetwitter.de – Dienst zur Auswertung des politischen Stimmungsbilds
  48. Parteigezwitscher – Die politische Stimmung auf twitter
  49. Simon A. Frank (19. Januar 2010). Warum nutzen Kulturschaffende Twitter?. Kulturgezwitscher. Abgerufen am 15. März 2010.
  50. Artikel im Twitter-Blog vom 21. Juli 2008, abgerufen am 5. August 2009
  51. Techcrunch, 3. Juli 2009: Once Again, Twitter Trending Topics Polluted By Spam, abgerufen am 1. April 2010
  52. Psychologin: Twitter macht dumm, Facebook klug
  53. Pressetext: Twitter schadet der Moral seiner Nutzer
  54. Twitter macht Journalisten dumm



Fundraiser

Fundraising Akademie

fundraising-bookmarks

FUNDRAISINGTAGE

Fundraising %26 Sozialmarketing

Soziales InterNet Netz (SINN-X)

Stiftung %26 Sponsoring

united communications