Mai 2017 – 8 Jahre Fundraising-Wiki

Artikel:SMS-Spende

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Die SMS-Spende stellt die aktuell gängigste Form des Spendens mithilfe eines Mobiltelefons dar. Grundsätzlich ist der Spenderdialog mittels SMS-Nachrichten nur eine Form, wie über das Mobiltelefon gespendet werden kann.

Weitere eingesetzte Formen das „Spenden mittels Anruf“ (Anrufspende), wobei der Spendenbetrag unmittelbar während des Telefonats über eine mobile Zahlungsabwicklungsinfrastruktur abgerechnet wird sowie Hybridlösungen, bei denen die Kombination aus Internetseite und SMS-Bestätigung die häufigste Kombination darstellt. Auch das Spenden aus einer sogenannten mobilen Applikation („App“) ist möglich. Es handelt sich hierbei um kleine Programme, die auf das Mobiltelefon geladen werden können und dort eine der oben genannten Spendenmöglichkeiten (neben weiteren Inhalten bzw. Funktionen) beinhalten.

Die Spende per SMS wird durchgeführt, indem man ein spezielles Stichwort („Keyword“) per SMS an die Rufnummer des Dienstanbieters der SMS-Spendenssystems sendet. Dabei wir mit jedem Spendenempfänger, z. B. einer Non-Profit-Organisation (NPO), ein eindeutiges Stichwort zugewiesen, so daß der richtige Empfänger zweifelsfrei zugeordnet werden kann. Zudem wird dem Stichwort, nach Absprache mit dem Empfänger, ein fester Spendenbetrag zugeordnet, üblicherweise 3 oder 5 EUR, der als Kostenbetrag beim Spender anfällt.

Ideale Einsatzbereiche findet die SMS-Spende bei Veranstaltungen und in reichweitenstarken Medien wie TV und Radio. Es hat sich außerdem gezeigt, dass sich mit der SMS-Spende auch über Presseveröffentlichungen und Print-Werbung (Anzeigen und Plakate) Spenden erzielen lassen. Zuletzt wird die SMS-Spende häufig im Web 2.0 eingesetzt, weil Organisationen in Netzwerken wie Facebook und Twitter eine zielgruppenspezifische Spendenmöglichkeit anbieten möchten.

Im deutschsprachigen Raum bietet die österreichische Spendenlösung den umfangreichsten Spendenprozess. Anders als in Deutschland fehlen in Österreich jedoch noch Werkzeuge wie Widgets für die Homepage einer Non-Profit-Organisation und Applikationen für Soziale Netzwerke. Die Mobilfunkbetreiber in der Schweiz haben für den Winter 2010 eine Lösung angekündigt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vor- und Nachteile

Ein Vorteil der SMS-Spende ist, daß sie bequem und unkompliziert durchgeführt werden kann, denn das aufwändige Ausfüllen eines Spendenformulars oder eines Überweisungsträgers entfällt dabei für den Spender. Auch ist der Spendenbetrag niedrig und überschaubar. Beides führt zu einer wesentlich niedrigeren Hemmschwelle beim Spenden.

Nachteilig ist hingegen aus Sicht der Organisation, dass sie nicht erfährt, wer der jeweilige Spender ist. Der Aufbau einer langfristigen Spenderbeziehung ist so nicht möglich. Dafür handelt es sich wiederum um eine kostengünstige Fundraisingmaßnahme.

[Bearbeiten] Situation in Deutschland

Allen Spendenlösungen, die in Deutschland über die vorhandene Zahlungsabwicklungsinfrastruktur der unterstützenden Mobilfunkbetreiber (z. B. Vodafone, T-Mobile, E-Plus und O2) abgewickelt werden können, ist gemein, dass

  • gegenwärtig rund 98% der deutschen Mobilfunkanschlüsse spendenfähig sind
  • EUR 0,17 des Spendenbetrags beim Netzbetreiber für dessen Leistungen verbleibt
  • die Mobilfunkbetreiber keine Zahlungsgarantie für mobil geleistete Spenden übernehmen
  • die Mobilfunkbetreiber keinerlei Kundendaten an die Spendenorganisationen übergeben (d. h. sämtliche spenderbezogenen Daten müssen von der Spendenorganisation selbst ermittelt werden)
  • Spenden zwischen 3 und 10 EUR abgewickelt werden können
  • die Abwicklung von mobilen Spendenprojekten nicht von den Mobilfunkbetreibern selbst, sondern über technische Dienstleister erfolgt.

[Bearbeiten] Situation in Österreich

Allen Spendenlösungen, die in Österreich über die vorhandene Zahlungsabwicklungsinfrastruktur der unterstützenden Mobilfunkbetreiber (z. B. mobilkom austria, T-Mobile Austria und Orange Austria) abgewickelt werden können, ist gemein, dass

  • gegenwärtig rund 4,5 Millionen österreichische Mobilfunkanschlüsse spendenfähig sind
  • 1 % des Spendenbetrags als Disagio (Abschlag) beim Netzbetreiber für dessen Inkassoleistungen verbleibt
  • die Mobilfunkbetreiber keine Zahlungsgarantie für mobil geleistete Spenden übernehmen
  • die Mobilfunkbetreiber keinerlei Kundendaten an die Spendenorganisationen übergeben (d. h. sämtliche spenderbezogenen Daten müssen von der Spendenorganisation selbst ermittelt werden)
  • Spenden zwischen 1 und 70 EUR abgewickelt werden können
  • Wertkartenkunden und Kunden mit Firmenhandyverträgen nur dann mobil Spenden können, wenn sie über ein Paybox-Konto (ein Mobiltelefonbezahlsystem) verfügen
  • die Abwicklung von mobilen Spendenprojekten nicht von den Mobilfunkbetreibern selbst, sondern über technische Dienstleister erfolgt.

[Bearbeiten] Weblinks


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