Artikel:Matching-Fund
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Unter Matching-Fund (dt. auch „Matching-Fonds“, bzw. engl. auch matching grant oder matching gift) versteht man eine Form der komplementären Finanzierung für kulturelle Institutionen bzw. Non-Profit-Organisationen. Gemeint ist damit, dass die Auslobung öffentlicher Mittel untrennbar mit dem Einwerben privater Mittel in einer bestimmten Höhe verbunden ist. In den USA ist dies eine sehr gängige Form der Kulturförderung, die vom „National Endowment of the Arts“ gesteuert wird. Diese Institution legt fest, welche Institutionen und Projekte das vergleichsweise wenige Geld bekommen und trägt einen Anteil von höchstens fünfzig Prozent der Gesamtkosten zu einem Projekt bei (in der Regel beträgt die Förderung aber 1:3 - 1 staatlicher US-Dollar zu 3 privaten US-Dollars). Ein solches System trägt das Ziel, die private Finanzierung von Kultur anzukurbeln. Es funktioniert als eine Art Anschub-Finanzierung.
In Deutschland wird solch eine Art der Finanzierung nur sehr zögerlich betrieben. Zudem wird hier umgekehrt vorgegangen. Der Staat legt nicht fest, eine bestimmte Summe zu geben, wenn eine bestimmte Summe privat eingeworben wird, sondern er gibt die Zusage, jede neu erbrachte private Spende in einem bestimmten Verhältnis aufzustocken. Dies ist ein Anreiz besonderer Art, da die Förderung nach oben offen ist.
Die Vorteile eines solchen Systems sind zu allererst die Entlastung der öffentlichen Hand. Zudem können so Projekte gefördert werden, die sonst nicht möglich wären. Insgesamt ist von einer breiten Akzeptanz in der Gesellschaft auszugehen, da die Art der Finanzierung „gerechter“ wirkt.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Görsch, Markus: Komplementäre Kulturfinanzierung. Das Zusammenwirken von staatlichen und privaten Zuwendungen bei der Finanzierung von Kunst und Kultur. dissertation.de - Verlag, Berlin 2001, ISBN 978-3-89825-330-7.
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