Mai 2017 – 8 Jahre Fundraising-Wiki

Artikel:Geldauflage

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Eine Geldauflage, gemeinhin Bußgeld genannt, ist eine Geldzahlung die im Rahmen von Strafverfahren, aufgrund eines Gerichtsentscheids oder Übereinkunft mit der Staatsanwaltschaft, als Auflage über Unternehmen oder Privatpersonen verhängt wird. Die Festsetzung der Geldauflage erfolgt dabei im Zusammenhang mit der Einstellung von Strafverfahren gemäß § 153a der Strafprozessordnung (StPO), die unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Dabei kann entweder der Staat selbst oder auch eine gemeinnützige Organisation als Empfänger der Geldauflage festgelegt werden.

Die Justizverwaltungsvorschriften der Bundesländer in Deutschland fassen den Begriff der Gemeinnützigkeit dabei weiter als die Abgabenordnung (AO). Gemeinnützig im strafrechtlichen Sinn sind daher nicht nur Organisationen gemäß § 52 (AO) über gemeinnützige Zwecke sondern auch Organisationen gemäß § 53 (AO) über mildtätige Zwecke und § 54 (AO) über kirchliche Zwecke. Des weiteren können auch Einrichtungen, die Belange der Allgemeinheit fördern Geldauflagen erhalten.[1]

Besonders interessant sind die Geldauflagen für Organisationen gerade auch deshalb, weil die hierdurch eingenommenen Gelder nicht zweckgebunden sind.[2] Das Bußgeldfundraising als Fundraisinginstrument wird von ihnen eingesetzt, um ihre Einnahmen aufgrund von Geldauflagen zu steigern.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Mathias Kröselberg: Bußgeldmarketing. In: Der PARITÄTISCHE Gesamtverband und Paritätische Akademie (Hrsg.): Arbeitshandbuch Finanzen für den sozialen Bereich. Verlag Dashoefer, Hamburg 2005, ISBN 978-3-938553-22-0, Abschn. 2/1.2, S. 4.
  2. Michael Urselmann: Fundraising - Professionelle Mittelbeschaffung für Nonprofit-Organisationen. 4. Auflage. Haupt Verlag, Bern, Stuttgart, Wien 2007, ISBN 978-3-258-07243-2, S. 167.

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