Mai 2017 – 8 Jahre Fundraising-Wiki

Artikel:Bußgeldfundraising

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Bußgeldfundraising auch Bußgeldmarketing, Geldauflagenfundraising oder Geldauflagenmarketing genannt, kommt nur für anerkannt gemeinnützige Organisationen (NPO) in Frage. Bundesweit zu arbeiten ist dabei keinesfalls Voraussetzung, denn gerade auch regionale Organisationen haben Chancen auf diese Mittel durch Geldzuweisungen. Der von den Geldauflagen auf gemeinnützige Einrichtungen entfallende Anteil wird bundesweit auf ca. 100[1] bis 120[2] Millionen Euro geschätzt.

Woher kommen diese Mittel?

Strafverfahren können nach § 153a der Strafprozessordnung (StPO) unter bestimmten Umständen gegen Auflagen, dazu zählen auch Geldbußen, eingestellt werden. Gezahlt wird entweder an die Staatskasse - was gerade in Zeiten knapper Kassen bei der öffentlichen Hand nicht selten der Fall ist - aber auch an gemeinnützige Organisationen. Hier haben die verantwortlichen Strafrichter/innen zumindest teils einen eigenen Entscheidungsspielraum, den Richter/innenvereinigungen auch jüngst öffentlich verteidigt haben.[3]

Bußgeldmarketing umfasst dementsprechend Maßnahmen, die eine gemeinnützige Organisation vor allem im Bereich Kommunikation (Werbung, Kontaktpflege) aber auch der professionellen Verwaltung unternimmt (z. B. Rückmeldungen über erfolgte bzw. nicht erfolgte Zahlungen, Buchführung mit eigenem Konto, Erleichterung der Anweisung durch vorbereitete Materialien usw.), um Bußgelder zu erhalten.

Wie groß ist die Dialoggruppe?

Sie umfasst Richter/-innen, die in Strafkammern tätig sind, Staatsanwälte/-innen, Amtsanwälte und auch Gnadenbeauftragte, insgesamt rund 10.000 Personen. Gerade regionalen Organisationen kann es gelingen, durch gute Pflege von Direktkontakten das Bußgeldmarketing zu einer regelmäßigen Einnahmequelle auszubauen. Inzwischen bieten auch Agenturen mit diesem Schwerpunkt ihre Dienstleistungen an.

[Bearbeiten] Literatur

  • Hanspeter Billeter, Brigitte List-Gessler: Bußgeldmarketing. In: Fundraising-Akademie (Hrsg.): Fundraising. Handbuch für Grundlagen, Strategien und Methoden. 4. aktualisierte Auflage. Gabler Verlag, Wiesbaden 2008. ISBN 978-3-8349-0820-9, S. 411-420.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. „Erste Studie zum Geldauflagen-Marketing“, BFS-Info 5/10, S. 7
  2. „Reine Willkür oder gerechte Verteilung - Motive für die Verteilung von Geldauflagen“, Fundraiser-Magazin 5/2010, S. 52
  3. Achtung: Einzelnachweis fehlt.

[Bearbeiten] Weblinks


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